Unterbodenschutz auf Rost? Korrosion richtig beheben

Wer Unterbodenschutz auf Rost aufträgt, verdeckt den Schaden nur, denn darunter arbeitet die Korrosion weiter. Dauerhaft hilft nur die richtige Reihenfolge: Rost am Unterboden entfernen, durchgerostete Bleche ersetzen, Nähte versiegeln, grundieren und erst dann den Unterboden versiegeln. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt dieser Leitfaden an einem Linienbus, Schritt für Schritt und mit Videoserie.

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Das Wichtigste Punkte zusammengefasst:

  • Unterbodenschutz hält nur auf einem rostfreien, gereinigten und grundierten Untergrund.
  • Durchrostungen werden nicht kaschiert, sondern durch Teilersatz instand gesetzt.
  • Schweißnähte brauchen einen eigenen Korrosionsschutz, außen auf der Naht und innen durch Hohlraumwachs.
  • Sichtbare Bereiche wie der Schweller bekommen zusätzlich Schwemmzinnersatz und Spachtel.
  • Das Hohlraumwachs kommt vor der Montage, solange die Hohlräume noch gut zugänglich sind. Klebeflächen müssen dabei wachsfrei bleiben.

Unterboden entrosten und versiegeln: die 12 Schritte im Überblick

  1. Unterboden, Schweller und Hohlräume prüfen
  2. Rost und lose Beschichtungen entfernen
  3. Durchgerostete Bereiche ersetzen (Teilersatz)
  4. Schweißnähte verschleifen
  5. Oberfläche reinigen
  6. Schweißnähte versiegeln, am Schweller zusätzlich Schwemmzinnersatz und Spachtel
  7. Erneut reinigen
  8. Korrosionsschutz grundieren
  9. Steinschlagschutz auftragen
  10. Hohlräume konservieren
  11. Anbauteile montieren, Rollstuhlrampe einkleben
  12. Endkontrolle

Das Praxisbeispiel: ein Linienbus nach 17 Jahren im Einsatz

Instand gesetzt wurde ein Linienbus, Baujahr 2009. Korrodiert waren der Schweller am mittleren Türeinstieg einschließlich der Rollstuhlrampe sowie der angrenzende Unterboden. Beide Bereiche durchlaufen denselben Grundablauf. Am sichtbaren Schweller kommen aber zwei Arbeitsgänge hinzu: Schwemmzinnersatz und Spachtel bringen die Oberfläche dort wieder in Form.

Die Videoserie begleitet den Bus durch die gesamte Instandsetzung, vom Rostschaden bis zur Rückkehr in den Linienbetrieb.

Bestandsaufnahme am Linienbus

Schweller, Rampe, Unterboden: der Schaden im Detail

Warum Unterbodenschutz auf Rost nicht hält

Auf einer rostigen oder losen Oberfläche fehlt dem Unterbodenschutz die tragfähige Grundlage. Feuchtigkeit bleibt unter der Beschichtung eingeschlossen, und der Schaden wächst unbemerkt weiter, während der Unterboden von außen geschützt aussieht. Ein dauerhafter Schutz besteht deshalb aus drei Schichten mit unterschiedlichen Aufgaben:

Schutzschicht
Korrosionsschutz-Grundierung
Unterbodenschutz / Steinschlagschutz
Hohlraumkonservierung
Aufgabe
Schützt das blanke Metall direkt vor Rost und bildet die Haftbasis
Schützt gegen Feuchtigkeit, Streusalz und Steinschlag
Schützt von innen, wo keine Beschichtung hinkommt
Wo
Direkt auf dem gereinigten Untergrund
Über der Grundierung, besonders an Schwellern und Radläufen
In Hohlräumen, eingebracht per Sonde
Schutzschicht
Aufgabe
Wo
Korrosionsschutz-Grundierung
Schützt das blanke Metall direkt vor Rost und bildet die Haftbasis
Direkt auf dem gereinigten Untergrund
Unterbodenschutz / Steinschlagschutz
Schützt gegen Feuchtigkeit, Streusalz und Steinschlag
Über der Grundierung, besonders an Schwellern und Radläufen
Hohlraumkonservierung
Schützt von innen, wo keine Beschichtung hinkommt
In Hohlräumen, eingebracht per Sonde

Schritt 1: Unterboden und Hohlräume prüfen

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Wo sitzt Rost, welche Beschichtungen sind noch tragfähig, wo ist das Blech durchgerostet? Die Hohlräume werden mit einer Kamera von innen begutachtet, denn Korrosion beginnt oft dort, wo man sie nicht sieht. Das Ergebnis entscheidet, ob Entrosten reicht oder ob Blech ersetzt werden muss.

Schritt 2: Rost am Unterboden entfernen

Lose Beschichtungen und Rost werden mechanisch abgetragen, von grober Körnung (P40) bis P120. Der Akku-Feilenbandschleifer Mirka FBS-B 13×457 erreicht Rillen, Falze und die engen Stellen rund um die Rollstuhlrampe, der kompakte Winkelschleifer Mirka ANGOS ARG-B 200 bearbeitet Ecken, Kanten und Übergänge. Angrenzende Bereiche werden mitbearbeitet. Rund um spätere Schweißstellen wird alter Unterbodenschutz großzügig entfernt, weil er brennbar ist.

Erst prüfen, dann entrosten

Mit Kamera, Feilenbandschleifer und grober Körnung.

Schritt 3: Teilersatz – durchgerostete Bereiche ersetzen

Wo das Blech durchgerostet ist, wie hier am Schweller, werden die Altteile mit dem ANGOS und einer Trennscheibe ausgetrennt. Die vorbereiteten Neuteile werden eingepasst und im MIG/MAG-Verfahren mit dem P3 GYS AUTO eingeschweißt, einem Impuls-Schutzgasschweißgerät für den Karosseriebau. Die Regel lautet: Durchrostungen werden nicht kaschiert, sondern ersetzt.

PROFITIPP

Sicherheit beim Schweißen am Bus

Vor dem Schweißen die Batterie abklemmen, Leitungen und den Bodenaufbau im Innenraum schützen und einen Feuerlöscher bereithalten. Schweller und Rampenbereich sind sicherheitsrelevant: Es gelten die Reparaturrichtlinien des Fahrzeugherstellers, und Korrosion an tragenden Teilen ist bei HU und Sicherheitsprüfung ein Mangel.

Light

Schweißen statt kaschieren

Austrennen, einpassen, einschweißen Schritt für Schritt

Schritt 4: Schweißnähte verschleifen

Schweißspritzer werden entfernt und die Nähte an den Übergängen verschliffen, zuerst mit P40 und P60, dann mit P80 und P120. Auch hier kommen FBS-B und ANGOS zum Einsatz. Ziel ist eine gratfreie, tragfähige Oberfläche, denn sie ist die Basis für alle weiteren Schichten.

Ohne sauberen Schliff hält keine Schicht

Mit FBS-B und ANGOS zur gratfreien Naht.

Schritt 5: Oberfläche reinigen

Schleifstaub und Fett werden mit dem Bauteilreiniger TEROSON VR 10 entfernt, danach lüftet die Fläche kurz ab. Dieser Schritt wiederholt sich nach jedem Schleifgang.

Bauteilreiniger, TEROSON® VR 10, 1l

Schritt 6: Schweißnähte versiegeln – am Schweller zusätzlich Schwemmzinnersatz und Spachtel

An allen Nähten, an Schweller und Unterboden, wird ein 2K-Epoxid-Klebstoff dünn aufgetragen, der in die Poren der Naht eindringt. Verwendet wurden TEROSON EP 5055 und EP 5065. Beide sind für blanken Stahl entwickelt und schützen die Naht dauerhaft vor Korrosion.

Am sichtbaren Schweller folgt nass in nass der Schwemmzinnersatz TEROSON EP 5010 TR, und beide Schichten härten gemeinsam aus. Anschließend wird die Fläche geschliffen und gereinigt. Blanke Stellen werden mit BONDERITE M-NT 1455 Wipes behandelt, die eine korrosionsschützende Haftschicht auf dem Metall erzeugen. Zum Schluss gleicht der Polyesterspachtel TEROSON UP 210 die Kontur fein aus. Geschliffen wird mit dem Exzenterschleifer Mirka DEROS II und dem Schwingschleifer Mirka DEOS II in P120 bis P240.

Kleber, TEROSON® EP 5055, 250ml, 12Stück

Kleber, TEROSON® EP 5065, 2K, 200ml

Füllspachtel, TEROSON® EP 5010 TR, 200ml

Doppelkartuschenpistole, offen

Reinigungstücher, Bonderite M-NT 1455-W

Reparaturharz, TEROSON® UP 210, 2,6kg

Reinigung und Korrosionsschutzaufbau

Reinigen, Nähte versiegeln, spachteln und grundieren.

Schritt 7: Erneut reinigen

Vor dem Grundieren wird die gesamte Fläche noch einmal mit VR 10 gereinigt. Ab hier ist der Ablauf für Schweller und Unterboden gleich.

Schritt 8: Korrosionsschutz am Unterboden grundieren

Der MIPA 2K-EP-Grundierfiller isoliert das Metall gegen Feuchtigkeit und bildet die Haftbasis für den Steinschlagschutz. Er wird in mehreren dünnen Spritzgängen aufgetragen, mit besonderer Sorgfalt an Kanten, Nähten und reparierten Stellen. In der Werkstatt härtet die Grundierung über Nacht bei mindestens 15 °C aus. Das ist mehr, als der Hersteller mindestens verlangt, aber so ist sie vollständig durchgehärtet, bevor die nächste Schicht folgt.

Grundierfiller, 2K-EP, 2K-EP, beige

Schritt 9: Steinschlagschutz auftragen

Bremsen, Abgasanlage, bewegliche Teile und spätere Klebeflächen werden abgedeckt. Dann wird der wasserbasierte Steinschlagschutz TEROSON WT R2000 mit der Unterbodenschutzpistole aufgesprüht. Er ist ausdrücklich auch für sichtbare Bereiche wie den Schweller freigegeben und schützt gegen Steinschlag, Streusalz und Feuchtigkeit.

Steinschlagschutz, schwarz, 1l

Sprühpistole, 1/4Zoll

Schritt 10: Hohlräume konservieren

Ist der Steinschlagschutz durchgetrocknet, wird das Korrosionsschutzwachs TEROSON WX 400 mit Druckbecherpistole und Sonde in die Hohlräume gesprüht. Das geschieht, solange Anbauteile und Rollstuhlrampe noch demontiert und die Hohlräume dadurch gut zugänglich sind. Das Wachs kriecht in Falze und Überlappungen, verdrängt Feuchtigkeit und schützt die Schweißnähte von innen. Ablauföffnungen bleiben frei, damit Kondenswasser abfließen kann. Spätere Klebeflächen müssen frei von Wachs bleiben.

Außen schützen, innen konservieren

Steinschlagschutz aufsprühen, Hohlräume mit Wachs fluten.

Korrosionsschutz, TEROSON® WX 400, 1l

Druckbecherpistole

Schritt 11: Anbauteile montieren und Rollstuhlrampe einkleben

Nach der Hohlraumkonservierung werden die Anbauteile montiert, und die Rollstuhlrampe wird mit dem elastischen Klebstoff TEROSON MS 9381 HPT eingeklebt. Damit er auf dem Edelstahl sicher haftet, wird die Fläche mit VR 10 gereinigt und mit dem Haftvermittler TEROSON SB 450 vorbehandelt. Die gründliche Reinigung ist hier doppelt wichtig, denn schon geringe Wachsreste auf der Klebefläche würden die Haftung beeinträchtigen.

Kleber, TEROSON® MS 9381 HPT, 570ml

Klebstoffentferner, TEROSON® SB 450

Bauteilreiniger, TEROSON® VR 10, 1l

Schritt 12: Endkontroll

Zum Abschluss wird der gesamte Aufbau geprüft: Kanten, Übergänge, reparierte Stellen und, per Kamera, die Hohlräume. Danach geht der Bus zurück in den Linienbetrieb.

Fertig für den Linienbetrieb

Rampe einkleben, Hohlräume prüfen, Bus zurück.

Verarbeitungsdaten auf einen Blick

Für alle, die den Aufbau selbst umsetzen, hier die wichtigsten Herstellerangaben. Maßgeblich sind immer die aktuellen technischen Datenblätter.

Produkt
TEROSON VR 10
TEROSON EP 5055 / EP 5065
TEROSON EP 5010 TR
BONDERITE M-NT 1455 Wipes
TEROSON UP 210
MIPA 2K-EP-Grundierfiller
TEROSON WT R2000
TEROSON MS 9381 HPT
TEROSON WX 400
Einsatz
Reinigen vor jeder Schicht
Poren der Schweißnaht versiegeln
Schwemmzinnersatz (Schweller)
Blanke Stellen vor dem Spachteln
Feinspachtel (Schweller)
Korrosionsschutzgrundierung
Steinschlagschutz
Rollstuhlrampe einkleben
Hohlraumkonservierung
Verarbeitung
Mit fusselfreiem Tuch auftragen und abwischen
Kartuschenpistole mit Kolbenstange, Vorlauf verwerfen
Nass in nass auf EP 5055/5065; Doppelkartuschenpistole; 3–5 mm Überschuss, Düse im Material
Aufwischen
Mischverhältnis 100 : 2–3
Stahl mit P120 vorschleifen; 2–3 Spritzgänge, 10–15 min Ablüften; 50–70 µm Trockenschicht
Unterbodenschutzpistole; standfest bis ca. 1 mm nass
1K, feuchtigkeitshärtend
Druckbecherpistole mit Sonde
Aushärtung/Trocknung
ca. 5 min ablüften
Topfzeit 80 / 60 min; EP 5055: Anfangsfestigkeit ca. 4 h, Endfestigkeit ca. 2 Tage bei 23 °C; beschleunigt ca. 60 min bei 60 °C (IR)
Verarbeitungszeit ca. 90 min; ca. 24 h bei Raumtemperatur oder ca. 60 min bei 60 °C (IR/Umluft)
Trocknet auf der Fläche
Nach Datenblatt
Überlackierbar nach ca. 50–60 min, schleifbar nach ca. 12 h; Werkstatt: über Nacht bei ≥ 15 °C
Abhängig von Schichtdicke, Temperatur und Luftfeuchte
Nach Datenblatt
-
Wichtig
Nach jedem Schleifgang wiederholen
Für blanken Stahl entwickelt
Keine Heißluftpistole; nicht für stark verwindende Flächen
Chromfrei
Schliff P120–P240
Ab 10 °C, max. 80 % rel. Luftfeuchte; aktivierte Dose ca. 4 Tage verarbeitbar; innerhalb 3 Tagen ohne Zwischenschliff überarbeitbar
Bei Trocknung mit Luftstrom die Haut nicht wegblasen
Edelstahl mit VR 10 reinigen und mit SB 450 vorbehandeln
Ab 10 °C; vor der Montage einbringen; Ablauföffnungen und Klebeflächen frei halten
Produkt
Einsatz
Verarbeitung
Aushärtung/Trocknung
Wichtig
TEROSON VR 10
Reinigen vor jeder Schicht
Mit fusselfreiem Tuch auftragen und abwischen
ca. 5 min ablüften
Nach jedem Schleifgang wiederholen
TEROSON EP 5055 / EP 5065
Poren der Schweißnaht versiegeln
Kartuschenpistole mit Kolbenstange, Vorlauf verwerfen
Topfzeit 80 / 60 min; EP 5055: Anfangsfestigkeit ca. 4 h, Endfestigkeit ca. 2 Tage bei 23 °C; beschleunigt ca. 60 min bei 60 °C (IR)
Für blanken Stahl entwickelt
TEROSON EP 5010 TR
Schwemmzinnersatz (Schweller)
Nass in nass auf EP 5055/5065; Doppelkartuschenpistole; 3–5 mm Überschuss, Düse im Material
Verarbeitungszeit ca. 90 min; ca. 24 h bei Raumtemperatur oder ca. 60 min bei 60 °C (IR/Umluft)
Keine Heißluftpistole; nicht für stark verwindende Flächen
BONDERITE M-NT 1455 Wipes
Blanke Stellen vor dem Spachteln
Aufwischen
Trocknet auf der Fläche
Chromfrei
TEROSON UP 210
Feinspachtel (Schweller)
Mischverhältnis 100 : 2–3
Nach Datenblatt
Schliff P120–P240
MIPA 2K-EP-Grundierfiller
Korrosionsschutzgrundierung
Stahl mit P120 vorschleifen; 2–3 Spritzgänge, 10–15 min Ablüften; 50–70 µm Trockenschicht
Überlackierbar nach ca. 50–60 min, schleifbar nach ca. 12 h; Werkstatt: über Nacht bei ≥ 15 °C
Ab 10 °C, max. 80 % rel. Luftfeuchte; aktivierte Dose ca. 4 Tage verarbeitbar; innerhalb 3 Tagen ohne Zwischenschliff überarbeitbar
TEROSON WT R2000
Steinschlagschutz
Unterbodenschutzpistole; standfest bis ca. 1 mm nass
Abhängig von Schichtdicke, Temperatur und Luftfeuchte
Bei Trocknung mit Luftstrom die Haut nicht wegblasen
TEROSON MS 9381 HPT
Rollstuhlrampe einkleben
1K, feuchtigkeitshärtend
Nach Datenblatt
Edelstahl mit VR 10 reinigen und mit SB 450 vorbehandeln
TEROSON WX 400
Hohlraumkonservierung
Druckbecherpistole mit Sonde
-
Ab 10 °C; vor der Montage einbringen; Ablauföffnungen und Klebeflächen frei halten

Arbeitsschutz

Arbeitsschritt
Schleifen
Schweißen
Kleben, Spachteln
Sprühen
Gefährdung
Staub, Lärm, Vibration
Schweißrauch, Funkenflug, Brand
Epoxidharze reizen Haut und Augen und können sensibilisieren; Styroldämpfe
Lösemitteldämpfe, Sprühnebel
Schutz
Absaugung, Gehörschutz, Schutzbrille, Staubmaske
Rauchabsaugung, Schweißerschutz, Feuerlöscher, Brandwache
Nitrilhandschuhe, Schutzbrille, gute Belüftung
Atemschutz mit Kombifilter, Belüftung, keine Zündquellen
Arbeitsschritt
Gefährdung
Schutz
Schleifen
Staub, Lärm, Vibration
Absaugung, Gehörschutz, Schutzbrille, Staubmaske
Schweißen
Schweißrauch, Funkenflug, Brand
Rauchabsaugung, Schweißerschutz, Feuerlöscher, Brandwache
Kleben, Spachteln
Epoxidharze reizen Haut und Augen und können sensibilisieren; Styroldämpfe
Nitrilhandschuhe, Schutzbrille, gute Belüftung
Sprühen
Lösemitteldämpfe, Sprühnebel
Atemschutz mit Kombifilter, Belüftung, keine Zündquellen

Fazit: Erst die Basis schaffen, dann schützen

Unterbodenschutz auf Rost löst das Problem nicht, er verdeckt es nur. Dauerhaft schützt nur ein vollständiger Aufbau: entrosten, durchgerostete Bleche ersetzen, Nähte versiegeln, grundieren, Steinschlagschutz auftragen und die Hohlräume konservieren. Das Praxisbeispiel zeigt, dass sich auch ein Linienbus nach 17 Jahren im Einsatz mit dem richtigen Ablauf wieder zuverlässig schützen lässt.

Alle im Video gezeigten Produkte, von der Schleiftechnik von Mirka über die Grundierung von MIPA bis zu Nahtversiegelung, Steinschlagschutz und Hohlraumkonservierung von TEROSON, gibt es bei winkler. Beratung zur Produktauswahl bieten alle winkler Niederlassungen.

FAQ

Kann man Unterbodenschutz auf Rost auftragen?

Nein. Auf rostigem oder losem Untergrund haftet Unterbodenschutz nicht dauerhaft, und die Korrosion arbeitet darunter weiter. Rost und lose Schichten müssen vorher entfernt werden.

Wie wird Rost am Unterboden entfernt?

Mechanisch mit Schleiftechnik: ein Feilenbandschleifer für Rillen und enge Stellen, ein kompakter Winkelschleifer für Ecken und Kanten, von P40 bis P120. Ist das Blech durchgerostet, wird es ersetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierung?

Unterbodenschutz schützt die Außenflächen gegen Feuchtigkeit und Steinschlag. Die Hohlraumkonservierung schützt von innen: Ein Wachs wird per Druckbecherpistole und Sonde in die Hohlräume eingebracht.

Muss ein instand gesetzter Schweller lackiert werden?

Nicht zwingend. 2K-Epoxid-Grundierung und ein für sichtbare Bereiche geeigneter Steinschlagschutz schützen den Schweller vollständig. Ein Decklack ist nur für eine farbliche Angleichung nötig.

Reicht es, den Unterboden zu versiegeln?

Nur, wenn der Untergrund vorher rostfrei, gereinigt und grundiert ist. Der Steinschlagschutz ist die letzte Schicht und ersetzt nicht die Vorbereitung.

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